Lore Bert

Lore Bert, geboren am 2. Juli 1936 in Giessen, aufgewachsen in Darmstadt, studierte 1953–57 Malerei in Darmstadt und in Berlin an der HfBK, Hochschule für Bildende Künste, u.a. bei dem Bildhauer Hans Uhlmann, der ihre Liebe zum Räumlichen weckte.

Charakteristisch für ihr künstlerisches Schaffen seit etwa vier Jahrzehnten ist das Arbeiten mit fernöstlichen Papieren aus Japan, Nepal, Korea und China, die oft eine räumliche Dimension einnehmen. Die Collagen, Bildobjekte, Transparente und Skulpturen, die seit Beginn der 80er Jahre entstehen, wenig später auch Installationen bis hin zu ganzen Papierräumen und Environments, belegen das Interesse der Künstlerin an Material und Form, aber zugleich an Raum und Umgebung. Papier ist ihr bevorzugter Werkstoff.

Mit ihren Ausstellungen 1996 in Kairo (Ägypten) kommen weitere Materialien wie der bräunlich farbene Papyrus und das hell leuchtende 23 Karat Blattgold zu ihrem Farben- und Material-Kanon hinzu. Spätestens seit Mitte der 90er Jahre gehört auch das Licht zu ihren Gestaltungselementen. Es entstehen Environments mit Neonschrift und Neonröhren, wenig später bereits in Form orientalischer Zahlen und Neon-Kugeln, bis hin zu ganzen Licht-Räumen.

Konstruktive Formen, Geometrie, Architekturelemente, Ornamente, Zahlen und Buchstaben bilden ihr Formenvokabular, Geistes- und Naturwissenschaften, die Weltbilder von Galilei und Kopernikus, philosophische und poetische Schriften (von Kant, Goethe und Rilke, von Goodman und Quine, von Macchiavelli und Dante), Mathemathik (Cantors Mengenlehre) und logische Zusammenhänge (›Wahrheitswerttafeln‹), abstrakte Eigenschaften, universelle Relationen und das Absolute in seiner poetischen Schönheit den geistigen Inhalt ihrer Arbeit.

Historische Zusammenhänge oder kulturelle Besonderheiten anderer Länder, die sie aufgrund ihrer Ausstellungen kennen lernt, halten Einzug in ihr Werk, werden bildnerisch formuliert und prägen den globalen Aspekt ihrer Arbeit.

Ab 1985 beginnt mit einer Ausstellung in Montreal (Kanada) eine rege internationale Ausstellungstätigkeit, die sich schnell global ausbreitet und Lore Bert schon 1989 nach Korea führt. Mehr als 300 Ausstellungen in 28 Ländern sind dokumentiert in gut 110 Publikationen, davon mehr als 40 Monographien zu Einzelausstellungen in Museen.

In vielen dieser Ausstellungen konnte Lore Bert speziell dafür konzipierte Environments realisieren. Bis 2019 wurden in Europa, Asien, Afrika, Arabien, in den USA, im Vorderen Orient und in Mexiko in Museen und öffentlichen Ausstellungsinstituten mehr als 125 Kunst-Räume realisiert. Oft war die Basis ein ‘Meer’ aus gefalteten Papieren, kombiniert mit verschiedenen Materialien: mit Licht, mit beschrifteten Kugeln, mit Spiegelskulpturen in Form der ›Platonischen Körper‹ wie auf der Biennale in Venedig 2013 oder im National Museum Busan 2014 oder – wie bei der Biennale 2019 in Venedig – mit Stelen aus dichroitischem Glas.

Mehrfach war Lore Bert auf Biennalen vertreten, 1999 als Ehrenkünstlerin der Biennale in Sharjah (Vereinigte Arabische Emirate), 2011 als Ehrenkünstlerin der Biennale in Izmir (Türkei), und 2013 hat sie an der 55. Kunstbiennale in Venedig im Museum Correr einen ›Evento Collaterale‹ präsentiert, der mehr als 105.000 Besucher anzog und als eines der TOP 10 Kulturereignisse in ganz Italien in diesem Sommer ausgezeichnet wurde. 2019 präsentierte sie zur Biennale in Venedig in der Kirche San Samuele das Gesamtkunstwerk „Erleuchtung – Wege der Erkenntnis (Heureka).

Zur Eröffnung ihrer Ausstellung »Im Banne der Kulturen – Fragile Werte« im Muzeum Lubelskie w Lublinie (Polen) wurde Lore Bert 2017 mit der Verleihung der ›Medaille der Stadt Lublin‹ für ihre herausragenden kreativen Leistungen und ihre Verdienste um das ‘Kulturelle Leben’ der Stadt geehrt.

Lore Bert lebt und arbeitet in Mainz und Venedig.

Biographie

1936geboren in Giessen, aufgewachsen in Darmstadt
1953-57Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin
1999Ehrenkünstlerin der Biennale in Sharjah / VAE
2005Paper art 9. in Düren
2011Ehrenkünstlerin der Biennale in Izmir / Türkei
2013Teilnahme an der 55. Kunst-Biennale in Venedig / Italien
2017›Medaille der Stadt Lublin‹ für ihre künstlerischen Erfindungen und Errungenschaften
Lore Bert
Lore Bert

Einzelausstellungen

Ausstellung »Spuren der Erinnerung – Zeichen der Gegenwart«

Lore Bert Spuren der Erinnerung – Zeichen der Gegenwart

CADORO Mainz, 2021

Ausstellung »Ways of World Making – Weisen der Welterzeugung«

Lore Bert Ways of World Making – Weisen der Welterzeugung

Gutenberg-Museum Mainz, 2021

Ausstellung »Chinesische Wörter«

Lore Bert Chinesische Wörter

CADORO Mainz, 2021

Ausstellung »Erleuchtung – Wege zur Erkenntnis (Heureka)«

Lore Bert Erleuchtung – Wege zur Erkenntnis (Heureka)

Kirche San Samuele Biennale Venedig, Italien, 2019

Ausstellung »Im Banne der Kulturen - Fragile Werte«

Lore Bert Im Banne der Kulturen - Fragile Werte

Muzeum Narodowe w Lublinie Lublin, Polen, 2017

Ausstellung »Im Banne der Kulturen - Fragile Werte«

Lore Bert Im Banne der Kulturen - Fragile Werte

Galería Ethra Mexiko-Stadt, Mexiko, 2016

Ausstellung »Im Banne der Kulturen - Fragile Werte«

Lore Bert Im Banne der Kulturen - Fragile Werte

Schloß Mochental Ehingen, Deutschland, 2016

Ausstellung »Im Banne der Kulturen - Fragile Werte«

Lore Bert Im Banne der Kulturen - Fragile Werte

Circolo del Ministero degli Affari Esteri Rom, Italien, 2016

Ausstellung »Art & Knowledge in the 5 Platonic Solids«

Lore Bert Art & Knowledge in the 5 Platonic Solids

Busan Museum of Art Busan, Südkorea, 2014

Ausstellung »Art & Knowledge in the 5 Platonic Solids«

Lore Bert Art & Knowledge in the 5 Platonic Solids

Biblioteca Nazionale Marciana im Correr Museum Biennale Venedig, Italien, 2013

Ausstellung »Lore Bert und die Wissenschaften«

Lore Bert Lore Bert und die Wissenschaften

Gutenberg-Museum Mainz, 2011

Ausstellungen mit Lore Bert

Publikationen

Spaziergang durch ein Leben

Lore Bert Spaziergang durch ein Leben

2021

Formen & Farben

Lore Bert Formen & Farben

2020

Papierbilder III

Lore Bert Papierbilder III

2020

Illumination - Ways to Eureka

Lore Bert Illumination - Ways to Eureka

2019

Kalender 2020

Lore Bert Kalender 2020

2019

The 5 Platonic Solids

Lore Bert The 5 Platonic Solids

2016

Art & Knowledge in the 5 Platonic Solids

Lore Bert Art & Knowledge in the 5 Platonic Solids

2013

In the Mirror of Reality

In the Mirror of Reality Im Spiegel der Realität

2013

Papierbilder II

Lore Bert Papierbilder II

2012

Arte in Movimento

Arte in Movimento Kunst in Bewegung

2011

Falt-Feld-Forschung und Aquarelle 2000 - 2010

Lore Bert Falt-Feld-Forschung und Aquarelle 2000 - 2010

2010

Dialog der Religionen – Dialog der Kulturen

Lore Bert Dialog der Religionen – Dialog der Kulturen

2009

Papierbilder I

Lore Bert Papierbilder I

2008

Lichtwerke

Lichtwerke

2008

Licht - Werke

Lore Bert Licht - Werke

2007

Stationen

Lore Bert Stationen

2006

Zahlen – Zeit – Zeichen

Zahlen – Zeit – Zeichen Numbers – Time – Signs

2003

20 Jahre für die Kunst

20 Jahre für die Kunst ... & - >

1999

Geistige Werte

Lore Bert Geistige Werte

1996

Vorstellungsrealitäten

Vorstellungsrealitäten

1995

Arbeiten 1985 – 1988

Lore Bert Arbeiten 1985 – 1988

1988

Zwischentöne

Zwischentöne

1988

Editionen

Gold (chinesisch)

Lore Bert Gold (chinesisch)

2021

Gold (chinesisch)

Lore Bert Gold (chinesisch)

2021

Kreis Kreise I (rot-grün)

Lore Bert Kreis Kreise I (rot-grün)

2021

Kreis Kreise II (schwarz-rot)

Lore Bert Kreis Kreise II (schwarz-rot)

2021

Zeit (chinesisch)

Lore Bert Zeit (chinesisch)

2021

Fächer

Lore Bert Fächer

2020

Goldstück 1

Lore Bert Goldstück 1

2020

Goldstück 2

Lore Bert Goldstück 2

2020

Weitere Editionen Für Freundeskreis-Mitglieder zum Vorzugspreis erhältlich

Dr.  Dorothea  van der Koelen

Galerie