Art Karlsruhe 2026

– Sonntag, 8. Februar 2026

Messe Karlsruhe Halle 2 – Stand E14

Nachdem Dr. Dorothea van der Koelen im Jahr 2025 den Fokus im Zusammenhang mit dem von Papst Franziskus ausgerufenen heiligen Jahr auf Hoffnung gesetzt hat, liegt der Schwerpunkt der Galeriepräsentationen im Jahr 2026 auf dem Thema der Überwindung von Grenzen. »Grenzen«, so die Überlegung der Galeristin, »sind die Quellen vieler Probleme.« Die größte Stärke der Menschheit ist die Bündelung ihrer Kräfte: die Kooperation. Grenzen – ob auf der Landkarte oder im Kopf – zielen auf das Gegenteil ab: die Betonung der Unterschiede statt der Suche nach Gemeinsamkeiten. Deshalb konzentrieren wir uns auf die verbindende Wirkung einer Kunst, die Grenzen überwindet.

Die Kunst und die Künstler der Galerie van der Koelen sind höchst international, sie überwinden also territoriale Grenzen. Der Dialog der Kulturen – im Gegensatz zum Dialog der Waffen – steht bei uns im Vordergrund. Sie überwinden mit ihren künstlerischen ungewöhnlichen Bilderfindungen auch traditionelle Grenzen, denn, so Uecker: »Künstlerische Kreativität befindet sich im Widerspruch zu bekannten Normen, grundsätzlich, sonst ist sie nicht kreativ.« Und drittens überwinden sie Grenzen in den Vorstellungen und im Denken indem sie die Fragen der Welt anders formulieren. Das ist unsere Chance als Betrachter auf andere, neue Ideen und vielleicht Lösungen zu kommen, und das gibt uns Hoffnung und Zukunft.

Neben den prominent präsentierten Künstlern der one:artist show und des sculpture:spots stehen auf der diesjährigen Messe folgende drei Künstler besonders im Fokus:

Christian Megert, der in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag feiert und dem wir zu diesem Anlass eine große Einzelausstellung im ersten Obergeschoss der Cadoro – Zentrum für Kunst und Wissenschaft in Mainz gewidmet haben sowie die Jubilare François Morellet – von dem wir eine wundervole Cruibes-Arbeit zeigen – (wäre in diesem Jahr 100 geworden) und Hellmut Bruch – der unseren Stand mit seinen edlen Arbeiten aus fluoreszierendem Acrylglas bereichert (90. Geburtstag).

Wir hoffen, Sie bald persönlich auf unserem Stand E14 in Halle 2 begrüßen zu dürfen.


Die one:artist show 2026 wird von der international bekannten Papierkünstlerin Lore Bert (*1936) bestückt, die in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag feiert und parallel zur Kunstbiennale in Venedig eine epochemachende Installation in der Kirche San Fantin zeigen wird. Sie zeigt dort ihr Gesamtkunstwerk Towards the Light mit Neonarbeiten, raumgreifenden Installationen und großformatigen Bildobjekten.

Charakteristisch für Lore Berts künstlerisches Schaffen seit mehr als vier Jahrzehnten ist das Arbeiten mit fernöstlichen Papieren, die oft eine räumliche Dimension einnehmen. Die Collagen, Bildobjekte, Transparente und Skulpturen, die seit Beginn der 80er Jahre entstehen, wenig später auch Installationen bis hin zu ganzen Papierräumen und Environments, belegen das Interesse der Künstlerin an Material und Form, aber zugleich an Raum und Umgebung. Papier ist ihr bevorzugter Werkstoff.

Mehrfach war Lore Bert auf Biennalen vertreten, 1999 als Ehrenkünstlerin der Biennale in Sharjah (Vereinigte Arabische Emirate), 2011 als Ehrenkünstlerin der Biennale in Izmir (Türkei), und 2013 hat sie an der 55. Kunstbiennale in Venedig im Museum Correr unter dem Titel »Art & Knowledge – The Spirit oft he Place in the 5 Platonic Solids« einen ›Evento Collaterale‹ präsentiert, der mehr als 105.000 Besucher anzog und als eines der TOP 10 Kulturereignisse in ganz Italien in diesem Sommer ausgezeichnet wurde.

Parallel zur Kunstbiennale in Venedig 2019 zeigte die Künstlerin ihre eindrucksvolle Installation Illumination – Ways to Eureka in der Kirche San Samuele in Venedig. Im Dezember 2021 wurde Lore Bert mit dem bedeutenden ›Signs Award‹ in der Kategorie Kunst ausgezeichnet, dem »Oscar der Kommunikationsbranche« (ntv).

Am Stand sind jüngste Bildobjekte aus den letzten Jahren zu sehen, aber auch das für die Biennale 2026 geplante großformatige Fächer-Bild (in 180 x 180 cm), sowie Lichtwerke im Zusammenhang mit der Biennale-Präsentation.

Den sculpture:spot bespielt im Jahr 2026 das Künstlerduo Carolin Liebl & Nikolas Schmid-Pfähler. Bereits während des Kunststudiums an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am erlangten sie ihren künstlerischen Ausdruck durch die Wahl ihrer Medien: sie arbeiten mit unterschiedlichen Technologien, die den Inhalt und das ästhetische Material der Werke bilden. Ihre Arbeiten sind häufig skulptural, teils kinetisch oder robotisch, oft auch installativ. Beispielsweise setzen sie Metall, Kunststoff und Drähte durch Elektrizität in Bewegung. Dabei wird die Technik nicht versteckt sondern ästhetisch inszeniert.

Die jungen Künstler beschäftigen sich mit den Auswirkungen technischer Entwicklungen auf ästhetische und soziale Aspekte des menschlichen und nichtmenschlichen Lebens. Das Medium – die Technologie – ist dabei sowohl Träger gesellschaftlicher Konventionen, als auch bildnerisches Material. Bei all der Schönheit der verwendeten Materialien, der Präzision des Aufbaus und Strenge der Konzeption offenbaren ihre Werke doch zugleich ein großes Maß an Humor und Emotion in ihrer kinetischen Bewegung.

Auf der Art Karlsruhe 2026 präsentieren wir ihre neueste Skulptur mit dem Titel Mega Fluff in der Sektion ›Sculpture Spots‹ und am Stand dazu einen farbenfrohen Blumenstrauß (Flowers) aus demselben Material. Die farbenfrohe Kreation aus leichtem Kunststoff wurde im Jahr 2025 bereits prominent auf dem Freigelände des Künstlerhauses Ziegelhütte im hessischen Darmstadt ausgestellt. Parallel dazu zeigen wir 2 Werke aus der Lineas-Serie, aus der aktuell auch eine Arbeit in der Sammlungsausstellung des ZKM in Karlsruhe zu sehen ist.

Hallenplan


Dr.  Dorothea  van der Koelen

Galerie